Unterschied: Handkreissäge oder Tauchsäge – Welche Säge ist besser?

Unterschied Handkreissäge Tauchsäge

In meinem Handkreissägen Test taucht neben einer Mini Handkreissäge und drei normale Handkreissägen auch eine Tauchsäge auf. Aber was ist eigentlich eine Tauchsäge und wo ist der Unterschied zur herkömmlichen Handkreissäge?

Diese Fragen werde ich dir jetzt in diesem Artikel beantworten. Zusätzlich gehe ich auf die einzelnen Vor- und Nachteile der jeweiligen Sägen ein und gleichzeitig erläutere ich dir für wen sich eine Tauchsäge und für wen sich eine Handkreissäge besser eignet.

Der Unterschied zwischen Handkreissäge und Tauchsäge

Als erstes möchte ich dir erklären was eine Handkreissäge und eine Tauchsäge überhaupt ist. Anschließend komme ich zu den Unterschieden, Funktionsweisen und Vor- bzw. Nachteilen.

Was ist eine Handkreissäge und wie ist die Funktionsweise?

Handkreissäge

Grundsätzlich ist eine Handkreissäge für lange, gerade und präzise Holzschnitte konzipiert. Aber auch andere Materialien, wie Kunststoff, Metall oder Fliesen lassen sich mit dem richtigen Sägeblatt problemlos bearbeiten. Unter präzise Schnitte ist in diesem Fall gemeint, dass du mit einer Handkreissäge genauere Schnitte machen kannst, als mit einer Säbel- oder Stichsäge.

Handkreissägen gehören, wie Wippsägen, zur Familie der Kreissägen. Sie sind mit einem runden Sägeblatt ausgestattet und werden entweder mit einem Akku oder mit einem 230 Volt Motor angetrieben. Die größe der Sägeblätter wird in Millimetern und für den Durchmesser des Blattes angegeben. Die herkömmlichen Modelle haben Sägeblätter mit einem Durchmesser von 160 bis 200 mm.

Das wichtigste Merkmal einer Handkreissäge ist die feste Verbindung zwischen Führungsplatte, Motor und Sägeblatt. Die Sicherheitshaube über dem Sägeblatt nennt man übrigens Pendelhaube. Daher spricht man bei einer Handkreissäge auch von einer Pendelhaubensäge.

Die Funktionsweise einer Handkreissäge

Die Funktionsweise einer Handkreissäge ist recht einfach gehalten:

  1. Beim ersten Schritt des Sägevorgangs legt man den vorderen Teil der Führungsplatte auf das Werkstück auf und schiebt dann die Säge weiter ran, bis die Pendelhaube ebenfalls das Werkstück berührt.
  2. Im zweiten Schritt wird die Säge gestartet und weiter in Richtung Werkstück geschoben. Hierdurch schiebt sich die Pendelhaube nach hinten, wodurch wiederum das Sägeblatt freigelegt wird und der eigentliche Sägevorgang beginnt (siehe Bild oben).
  3. Im dritten Arbeitsschritt ist Geschicklichkeit gefragt. Hier musst du darauf achten, dass du beim Schieben der Säge mit der Sägeblattmarkierung über der vorher aufgezeichneten Sägelinie bleibst.
  4. Wenn das Werkstück komplett durchtrennt ist, „pendelt“ die Pendelhaube wieder nach vorne, wodurch die nötige Sicherheit gewährleistet wird. Gleichzeitig kannst du das Gerät abschalten.

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  • Hersteller: Makita
  • Gewicht mit Akku: 3434 g
  • Leistung: 90 Wh (18V*5,0Ah)
  • Sägeblattdurchmesser: 165 mm
  • maximale Schnitttiefe: 57 mm
  • maximale Drehzahl: 5.000 U/Min.
  • Schnittgeschwindigkeit: 43 m/sek.
  • Akkubetrieb mit bürstenlosem Motor
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Was ist eine Tauchsäge?

HandkreissägeDie Tauchsäge gehört ebenfalls zur Familie der Kreissägen. Grundsätzlich ist eine Tauchsäge auch eine Handkreissäge, welche ebenfalls mit Führungsplatte und Sägeblatt ausgestattet ist und per Akku oder Netzbetrieb angetrieben wird.

Du kannst also eine Tauchsäge, wie oben bei der Handkreissäge beschrieben, für lange, gerade und präzise Holzschnitte verwenden. Der große Unterschied zur Handkreissäge ist, dass du beim Sägen mit dem Sägeblatt in dein Werkstück eintauchen kannst. Daher auch der Name Tauchsäge. Mit diese Funktion – meist in Verbindung mit einer Führungsschiene – kannst du extrem präzise arbeiten bzw. schneiden, zum Beispiel, wenn du eine Küchenplatte ausschneiden möchtest.

Diese zusätzliche Funktion lassen sich die Hersteller gut bezahlen. Eine herkömmliche Handkreissäge bekommst du für 100 bis 400 €. Für eine Tauchsäge musst du mit 300 bis 700 € deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Die Funktionsweise einer Tauchsäge

Beim normalen Sägen ist die Funktionsweise der Tauchsäge analog zur Funktionsweise der Handkreissäge. Anlegen, Säge gegen und durch das Werkstück schieben, absetzen. Wenn du allerdings die Funktion des Eintauchens nutzen möchtest, dann kannst du mit dem Sägevorgang auch auf dem Werkstück beginnen. Hier sehen die Arbeitsschritte wie folgt aus:

  1. Die Säge auf der Schnittlinie anlegen
  2. Die Säge starten und langsam in das Werkstück eintauchen
  3. Die Säge auf der Schnittlinie lang schieben
  4. Am Ende der Schnittlinie „auftauchen“ und das Gerät abschalten

Tauchsägen Testsieger: Festool TS 55 REBQ Plus FS
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Details

  • Hersteller: Festool
  • Gewicht mit Sägeblatt: 4614 g
  • Leistung: 1200 Watt
  • Sägeblattdurchmesser: 160 mm
  • maximale Schnitttiefe: 55 mm
  • maximale Drehzahl: 5.200 U/Min.
  • Schnittgeschwindigkeit: 43 m/Sek.
  • Gehrungs- und Hinterschnittfunktion
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Die Vor- und Nachteile der Tauch- und Handkreissäge

eine klassische Handkreissäge von Makita

Handkreissäge und Tauchsäge – beide Sägearten haben Ihre Daseinsberechtigung und ihre eigenen Vorteile und Nachteile.

  • Handkreissägen: Der größte Vorteil einer Handkreissäge ist der relativ günstige Preis. Für 100 bis 400 € bekommt man ein robustes und leistungsstarkes Modell, mit dem man ideal die „gröberen Schnitte“, wie das Ablängen von Dachlatten oder diversen Holzplatten, erledigen kann. Der Nachteil ist die maximale Präzision. Du kannst bis zu einem bestimmten Punkt mit einer Handkreissäge ziemlich genau arbeiten, aber wenn es dann in den Millimeterbereich geht, kommst du an die Grenzen der Säge.
  • Tauchsäge: Der größte Vorteil ist die Präzision. Tauchsägen sind von Haus aus genauer als Handkreissägen und haben zusätzlich noch die Funktion des Eintauchens. So kannst du nicht nur im Millimeterbereich schneiden, sondern auch Ausschnitte für Küchenspülen und Kochfelder machen. Und das mit einer sehr hohen Genauigkeit. Der Nachteil der Tauchsäge ist der hohe Preis. Für einzelne Arbeiten lohnt sich die Anschaffung einer hochwertigen Tauchsäge für über 500 € nicht. Nur wenn du begeisterter Hobbybastler oder Heimwerker bist, bei dem die Säge mehrmals im Jahr zum Einsatz kommt, ist die Anschaffung einer Tauchsäge sinnvoll.

Fazit: Handkreissäge vs. Tauchsäge – Welche Säge ist die bessere?

Für 100 bis 400 € erhältst du eine robuste und leistungsstarke Handkreissäge, wie zum Beispiel mein Testsieger von Makita. Sie eignet sich ideal für lange, gerade und relativ genauer Holzschnitte. Auch andere Materialien, wie Kunststoff oder Fliesen, kannst du mit dem richtigen Sägeblatt sehr gut zurechtschneiden.

Wenn deine Arbeiten etwas genauer werden sollen, dann solltest du auf das teurere Modell einer Tauchsäge zurückgreifen. Mit dieser kannst du im Millimeterbereich schneiden und durch die Funktion des Tauchens auch Ausschnitte in deinem Werkstück vornehmen. Hier kann ich dir meinen Testsieger die TS 55 REBQ von Festool oder die etwas günstigere Variante GKT 55 GCE von Bosch empfehlen.

Ob eine Handkreissäge oder eine Tauchsäge die bessere Wahl ist, kann ich dir pauschal nicht beantworten. Du solltest dir überlegen für welche Arbeiten du die Säge benötigst und mit welcher Genauigkeit du arbeiten möchtest. Erst dann kannst du dich für „die beste Säge“ entscheiden.

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Letzte Aktualisierung am 19.09.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API