3D-Drucker Vergleich: Die besten Modelle im Test und Vergleich 2021

3D-Drucker Vergleich

3D-Drucker Vergleich & Test: Seitdem 3D-Drucker kein Vermögen mehr kosten, sind sie auch für Privatanwender interessant geworden. Ersatzteile für andere Geräte, Bauteile für den Modellbau, Spielzeug, Schmuck oder individuelle Figuren – es gibt viele Dinge, die nicht mehr mühsam modelliert werden müssen, sondern innerhalb kurzer Zeit aus dem Drucker kommen. Was 3D-Drucker können und welche Eigenschaften für die Kaufentscheidung wichtig sind, liest du in meinem Ratgeber. Zuvor habe ich dir in meinem 3D Drucker Test fünf gute Modelle zum Vergleich in einer Tabelle und in detaillierten Beschreibungen gegenübergestellt.

Die besten 3D-Drucker im Test und Vergleich 2021

Ob Bausatz oder fertig zusammengebauter 3D-Drucker – inzwischen gibt es eine ganze Reihe von Modellen verschiedener Hersteller in mehreren Preisklassen. Ich habe für meinen 3D Drucker Test fünf 3D-Drucker für den Heimgebrauch unter die Lupe genommen und miteinander Verglichen. Von zwei Modellen konnte ich mir in der Praxis selber einen Eindruck verschaffen.

3D Drucker Test
Empfehlung
mega-s
für Profis
I3 MK3S
Preistipp
Ender 3
Mars UV LCD
Photon Mono X
Vorschaubild
ANYCUBIC MEGA-S 3D Drucker mit Guter Qualität, neuem Extruder, Stabilen Vollmetall-Rahmen und Ultrabase Heizbett für 1,75 mm Filamente TPU, PLA, ABS geeignet (ANYCUBIC S)
3D-Drucker Creality Ender 3, neue Version Ender 3 mit erschwinglichem Open Source-Format und hervorragender Druckqualität
ELEGOO MARS UV LCD 3D Drucker mit 3,5 Zoll Smart Farbtouchscreen Offline-Drucken Druckbereich von 115 x 65 x 150 mm (Schwarz)
ANYCUBIC 3D Drucker Photon Mono X, UV LCD Harzdrucker mit 4K Monochrom Bildschirm und 3X Schnelles Drucken, APP Fernbedienung, Druckgröße 192x120x250mm
Hersteller
Anycubic
Prusa
Creality
Elegoo
Anycubic
Bauart
Bausatz
Bausatz / gebaut
Bausatz
Bausatz
gebaut
Drucktechnik
FDM
FDM
FDM
LED Lichthärtung
FDM
Druckvolumen
9040 cm³
11.025 cm³
12100 cm³
1260 cm³
5760 cm³
Geschwindigkeit
100 mm/s
200 mm/s
180 mm/s
unbekannt
1 mm/min
Software
Cura
Prusa
unbekannt
CHITUBOX DLP Slicer
Anycubic Slicing
Preis
307,99 EUR
ca. 769 EUR
Preis nicht verfügbar
200,99 EUR
809,99 EUR
Empfehlung
3D Drucker Test
mega-s
Vorschaubild
ANYCUBIC MEGA-S 3D Drucker mit Guter Qualität, neuem Extruder, Stabilen Vollmetall-Rahmen und Ultrabase Heizbett für 1,75 mm Filamente TPU, PLA, ABS geeignet (ANYCUBIC S)
Hersteller
Anycubic
Bauart
Bausatz
Drucktechnik
FDM
Druckvolumen
9040 cm³
Geschwindigkeit
100 mm/s
Software
Cura
Preis
307,99 EUR
Anbieter
für Profis
3D Drucker Test
I3 MK3S
Vorschaubild
Hersteller
Prusa
Bauart
Bausatz / gebaut
Drucktechnik
FDM
Druckvolumen
11.025 cm³
Geschwindigkeit
200 mm/s
Software
Prusa
Preis
ca. 769 EUR
Anbieter
Preistipp
3D Drucker Test
Ender 3
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3D-Drucker Creality Ender 3, neue Version Ender 3 mit erschwinglichem Open Source-Format und hervorragender Druckqualität
Hersteller
Creality
Bauart
Bausatz
Drucktechnik
FDM
Druckvolumen
12100 cm³
Geschwindigkeit
180 mm/s
Software
unbekannt
Preis
Preis nicht verfügbar
Anbieter
3D Drucker Test
Mars UV LCD
Vorschaubild
ELEGOO MARS UV LCD 3D Drucker mit 3,5 Zoll Smart Farbtouchscreen Offline-Drucken Druckbereich von 115 x 65 x 150 mm (Schwarz)
Hersteller
Elegoo
Bauart
Bausatz
Drucktechnik
LED Lichthärtung
Druckvolumen
1260 cm³
Geschwindigkeit
unbekannt
Software
CHITUBOX DLP Slicer
Preis
200,99 EUR
Anbieter
3D Drucker Test
Photon Mono X
Vorschaubild
ANYCUBIC 3D Drucker Photon Mono X, UV LCD Harzdrucker mit 4K Monochrom Bildschirm und 3X Schnelles Drucken, APP Fernbedienung, Druckgröße 192x120x250mm
Hersteller
Anycubic
Bauart
gebaut
Drucktechnik
FDM
Druckvolumen
5760 cm³
Geschwindigkeit
1 mm/min
Software
Anycubic Slicing
Preis
809,99 EUR
Anbieter

#1 – Meine Empfehlung: Anycubic Mega-S

3D-Drucker Vergleich & TestDer Anycubic Mega-S* wird zum Selbstzusammensetzen als Bausatz geliefert. Als verbesserte Version des beliebten i3 Mega bringt er einen Filamenthalter und einen Extruder aus Titan mit. Neben der Haupteinheit mit Touchscreen gehören zum Lieferumfang unter anderem ein kompletter Druckkopf, ein Ersatz-Endstop, verschiedenes Werkzeug, USB- und Stromkabel sowie eine kleine Menge PLA-Filament.

Der Mega-S arbeitet mit der FDM-Technologie und kann mit verschiedenen Materialien genutzt werden, beispielsweise PLA, HIPS und Wood. Die Druckgeschwindigkeit liegt bei maximal 100 Millimeter pro Sekunde, wobei Tester für saubere Ergebnisse die Einstellung von 60 Millimeter pro Sekunde empfehlen. Das Druckvolumen beträgt 21 x 21 x 20,5 Zentimetern. Sehr große Objekte können mit dem Anycubic nicht gedruckt werden, aber dafür heizt sich eine kleine Druckplatte schneller auf. Diese besteht aus Glas, das für guten Halt zusätzlich beschichtet ist. Die Heizplatte ist aus Aluminium.

Der Zusammenbau geht nach Aussagen eines Testers sehr schnell und sollte auch durch Anfänger zu bewältigen sein. Die Anleitung wird auf einer Speicherkarte mitgeliefert, auf der sich auch Videos zum Drucker befinden. Wer den Mega-S erweitern oder modifizieren möchte, kann im Internet Bauteile nachbestellen.

Neben dem guten Preis-Leistungsverhältnis, kann der Anycubic Mega-S die meisten Pluspunkte mit der Community sammeln. Es gibt sehr viele Baupläne und Hilfestellungen im Internet. So bist du mit dem Mega-S nicht alleine, wenn es zu Problemen kommt.

Meine Empfehlung: Anycubic Mega-S
1.519 Bewertungen
Meine Empfehlung: Anycubic Mega-S

Details

  • Hersteller: Anycubic
  • Bauart: Bausatz
  • Drucktechnik: FDM
  • Druckvolumen: 9040 cm²
  • Geschwindigkeit: 100 mm/s
  • Software: Cura
  • sehr große Community

#2 – Der 3-D Drucker für den Profi: Prusa i3 MK3S

3D-Drucker TestsiegerDer Prusa i3 MK3S ist ein Nachfolger des Prusa i3, der zu den am häufigsten genutzten 3D-Druckern weltweit gehört. Das Modell MK3S hat gegenüber dem Prototypen viele Verbesserungen erfahren. Unter anderem arbeitet der Lüfter leiser, Messfehler durch Temperaturschwankungen wurden kompensiert und der Extruder erneuert. Das Heizbett besteht aus abnehmbarem und biegsamen Stahl.

Der MK3S hat eine Betriebsspannung von 24 Volt und ist mit einem Netzteil ausgestattet, dass Stromausfälle registriert und den Druck nach Aussetzern automatisch weiterführt. Es können verschiedene Materialien für den 3D-Druck verwendet werden, unter anderem ABS, ASA, Nylon, PETG und TPE. Bondtech-Antriebsräder am Extruder sorgen durch die Erhöhung der Schubkraft für Gleichmäßigkeit und Zuverlässigkeit beim Drucken. Der Extruder hat nicht nur einen optischen Sensor, sondern auch einen mechanischen. Dadurch können auch transparente Filamente verarbeitet werden, die optische Filamentsensoren oft nicht erkennen.

Die Druckgeschwindigkeit ist mit 200+ Millimetern pro Sekunde sehr hoch und auch das Druckvolumen kann sich mit 11.025 Kubikzentimetern bei Abmessungen von 25 x 21 x 21 Zentimetern sehen lassen. Der Prusa i3 MK3S kann im Handel sowohl als fertiger Drucker als auch als Bausatz erworben werden. Nutzer, die sich für den Bausatz entschieden haben, berichten von einem einfachen Zusammenbau dank ausführlicher Anleitung und einzeln verpackter Bauteile.

Details:

  • Hersteller: Prusa
  • Bauart: Bausatz oder gebaut
  • Drucktechnik: FDM
  • Druckvolumen: 11.025 cm²
  • Geschwindigkeit: 200 mm/s
  • Software: Prusa

#3 – Preistipp: Creality Ender 3

3D-Drucker TestDas derzeit günstigste Modell in meinem 3D-Drucker-Vergleich und eines der beliebtesten Modelle in der 3D-Community ist der Creality Ender 3*, den du als Bausatz schon für weniger als 200 Euro bekommst. Mit seinem Druckvolumen und der Druckgeschwindigkeit muss er hinter wesentlich teureren Modellen nicht zurückstecken. Warum übrigens der Kauf eines Bausatzes auch für Einsteiger in den 3D-Druck eine gute Idee ist, liest du unten in meinem Ratgeber.

Tester berichten, dass der Zusammenbau zwar nicht in fünf Minuten erledigt, aber dennoch nicht schwer ist. Da es im Internet zudem schon einige Tutorials dazu gibt, dürfte er auch Laien gelingen. Die Druckergebnisse sollen gut sein und durch eine geringe Druckschichthöhe ist die Oberfläche ziemlich glatt und die Schichten sind kaum zu sehen. Das Druckbett heizt sich innerhalb kurzer Zeit auf. Bei Stromunterbrechungen setzt der Ender 3 den Druck nach dem erneuten Anschalten fort.

Das Druckvolumen reicht mit 22 x 22 x 25 Zentimetern für kleine Objekte aus. Als Materialien können zum Beispiel PLA, PETG und Wood verwendet werden. Durch Erweiterung mit Tuningteilen zum Selberdrucken kann der Drucker modifiziert und erweitert werden. Anleitungen für Bauteile sind zum Beispiel im Internet bei Thingiverse zu finden.

Preistipp: Creality Ender 3
397 Bewertungen
Preistipp: Creality Ender 3

Details

  • Hersteller: Creality
  • Bauart: Bausatz
  • Drucktechnik: FDM
  • Druckvolumen: 12.100 cm²
  • Geschwindigkeit: 180 mm/s

#4 – Elegoo Mars UV LCD

3D-DruckerDer Elegoo Mars UV LCD* wird als Bausatz geliefert. Der Zusammenbau beschränkt sich jedoch auf das Ausrichten der Druckplattform. Zum Lieferumfang gehören neben dem Sockel mit Touchscreen und der Druckplattform eine UV-Lichtquelle, Werkzeuge, der Tank für das Harz, ein Messbecher, Schutzhandschuhe sowie Schutzmasken und ein USB-Stick, auf dem die Slicer-Software gespeichert ist.

Der Drucker arbeitet mit dem Stereolithografie-Verfahren und nutzt als Material dafür viskoses Flüssigharz beziehungsweise Resin. Das hat den Vorteil, dass es keine durch Filamente verstopfte Düsen oder verhedderte heiße Enden geben kann. Diese Technologie arbeitet zudem sehr leise, allerdings ist der Lüfter hörbar. Nutzbar sind viele 405-nm-UV-Harze.

Das Druckvolumen reicht mit 12,0 x 6,8 x 15,5 Zentimetern nur für kleine Objekte aus, die nach Meinung von Testern dafür bestens gelingen. Die Druckschichthöhe ist mit 0,01 bis 0,02 Millimeter sehr gering, sodass mit glatten Objektoberflächen ohne sichtbare Schichten gerechnet werden darf.

Elegoo Mars UV LCD 3D Drucker
684 Bewertungen
Elegoo Mars UV LCD 3D Drucker

Details

  • Hersteller: Elegoo
  • Bauart: Bausatz
  • Drucktechnik: LED Lichthärtung
  • Druckvolumen: 1.260 cm²
  • Software: Chitubox DLP Slicer

#5 – Anycubic Photon Mono X

3D-Drucker VergleichDer Anycubic Photon Mono X* ist der einzige 3D-Drucker in diesem Vergleich, der bereits zusammengebaut geliefert wird. Das höherpreisige Modell ist mit einem 4 K Monochrome LCD Display ausgestattet und im Vergleich zu vielen anderen Modellen sehr schnell. Eine Druckschicht dauert nur ein bis zwei Sekunden. Grund dafür ist unter anderem die Matrix-Lichtquelle, die aus mehren UV-LED-Lichtern besteht und dadurch eine kurze Belichtungszeit hat.

Der Bauraum ist mit 19,2 x 12,0 x 24,5 Zentimetern mittelgroß. Ein großer Vorteil gegenüber vielen anderen 3D-Druckern ist das integrierte WiFi-Modul. Dadurch kann der Drucker auch mittels der Anycubic-App auf dem Smartphone gesteuert werden. Als Material nutzt der Photon Mono X Resin, also flüssiges Kunstharz, das in einen Tank mit Füllstandsanzeige gefüllt wird.

Die minimale Druckschichthöhe verspricht mit 0,01 Millimeter glatte Objektoberflächen ohne sichtbare Schichtränder.

Anycubic Photon Mono X
24 Bewertungen
Anycubic Photon Mono X

Details

  • Hersteller: Anycubic
  • Bauart: gebaut
  • Drucktechnik: FDM
  • Druckvolumen: 5.760 cm²
  • Geschwindigkeit: 1 mm/s
  • Software: Anycubic Slicing
  • sehr gute Bewertungen auf Amazon

Ratgeber zum 3D Drucker Test: Was du vor dem Vergleich und dem Kauf von 3D-Druckern wissen musst

3D-Drucker sind mittlerweile nicht nur für den Heimanwender bezahlbar geworden, sondern können immer mehr. Dadurch sind sie inzwischen kein Nischenprodukt für den Technikfreak mehr, sondern werden für verschiedene Zwecke eingesetzt. Momentan sind sie am interessantesten für Bastler und Modellbauer. Doch die Entwicklung geht immer weiter und wer weiß, was die Zukunft noch bringt.

Immerhin gibt es mittlerweile sogar Technologien, durch die menschliche Organe gedruckt werden können. Allerdings bleibt der 3D-Biodruck bisher noch Forschungsreinrichtungen, Universitäten und Laboren vorbehalten. Damit du einen 3D-Drucker erhältst, der sich für deine Wunschzwecke eignet, gilt es aber zunächst zu klären, was die Geräte für den Hausgebrauch können und auf welche Merkmale du beim Vergleich und bei der Kaufentscheidung besonders achten solltest.

Was können 3D-Drucker

3D-Drucker stellen dreidimensionale Objekte her. Dazu wird ein flüssiges Material, das Filament oder das Resin, durch eine Düse gedrückt und in vorher durch eine Software berechneten Bahnen Schicht für Schicht auf das Druckbett übertragen. Das Objekt wird also von unten nach oben aufgebaut, wobei jede Schicht schnell aushärtet, bevor die nächste folgt. In der Regel bestehen 3D-Druckobjekte nicht vollständig aus dem Basismaterial, sondern entstehen in einer Gitterstruktur.

Auf diese Eigenschaften kommt es bei der Auswahl des passenden 3D-Druckers an:

  • Bauart
  • Drucktechnik / Druckverfahren
  • Druckgeschwindigkeit
  • Druckvolumen
  • Druckschichthöhe
  • Software
  • Gewicht und Größe
  • Ausstattung
  • Druckmaterial

Bauart

3D-Drucker können als fertige Drucker oder als Bausatz erworben werden. Ein fertiges Gerät ist zwar sofort nach Lieferung einsetzbar, aber 3D-Enthusiasten empfehlen, Bausätze zu kaufen. Der Grund: Durch den Zusammenbau lernt man die Funktionsweise des 3D-Druckers und die einzelnen Komponenten besser kennen. Dadurch sind Erweiterungen oder Reparaturen später einfacher selbst zu realisieren. Außerdem sind Bausätze um einiges preiswerter als bereits zusammengebaute 3D-Drucker.

Manche 3D-Drucker sind von Haus aus mit einem Dual Extruder ausgestattet, der das Filament durch zwei Düsen presst, sodass du beispielsweise zwei Farben gleichzeitig verwenden kannst. Außerdem ist dadurch das Drucken von zwei gleichen Objekten simultan möglich, wenn diese nicht zu groß sind. Nachteilig bei 3D-Druckern mit Dual Extruder sind allerdings das komplizierte Slicing, die umständlichere Einrichtung sowie schwere Ausrichtung von zwei Düsen und ein geringeres Druckvolumen, da auf dem Druckbett weniger Platz zur Verfügung steht.

Drucktechnik / Druckverfahren

Die meisten Geräte für den Heimgebrauch arbeiten mit dem FFF-Verfahren. FFF bedeutet Fused Filament Fabrication und ist ein Fertigungsverfahren, bei dem das Werkstück Schicht für Schicht aus geschmolzenem Kunststoff oder aus Metall aufgebaut wird. Statt FFF wird für das Verfahren manchmal auch die Abkürzung FDM für Fused Deposition Modeling benutzt, was auf Deutsch so viel wie Schmelzschichtung bedeutet. Daneben können Drucktechniken wie das Laser-Sintern, das Laserstrahlschmelzen oder der 3D-Siebdruck zum Einsatz kommen. Bei manchen 3D-Druckern wird außerdem die Stereolithographie (SLA) als Drucktechnologie verwendet, die bereits in den 1980er Jahren entstand und 1984 durch den US-amerikanischen Physiker Chuck Hull patentiert wurde. Bei dieser Methode wird ein Objekt aus lichtaushärtendem Kunstharz (Resin) durch einen Laser Schicht für Schicht ausgehärtet. Die Vorlage dafür wird am Computer mit einer CAD-Software erstellt, die das rechnerunterstützte Konstruieren unterstützt. Stereolithographie-Drucker werden auch Resindrucker genannt.

Druckgeschwindigkeit

3D-Drucker Druckgeschwindigkeit

Für den Heimgebrauch und das Drucken nur weniger Teile spielt die Druckgeschwindigkeit oft eine untergeordnete Rolle. Höherpreisige 3D-Drucker können 300 Millimeter in der Sekunde drucken. Die Modelle für das kleine Budget drucken mit 60, 100 oder 200 Millimetern pro Sekunde langsamer. Nicht immer ist die höchste Druckgeschwindigkeit die beste Wahl, da diese zu Lasten der Qualität gehen kann.

Druckvolumen

Durch das Druckvolumen wird festgelegt, wie groß das zu druckende Objekt maximal sein kann. Bei der FFF- beziehungsweise FDM-Technologie sind in der Regel Objekte realisierbar, die bis zu 20 Zentimeter breit, lang und hoch sind. Manche Drucker liefern auch Objekte mit 30 Zentimetern Breite, Höhe und Tiefe. 3D-Drucker, die mit der SLA-Technik arbeiten, haben ein kleineres Druckvolumen.

Druckschichthöhe

Die Dicke einer aufgetragenen Filament- oder Resinschicht beeinflusst das Druckergebnis. Je dünner sie ist, umso präziser wird das gedruckte 3D-Objekt und umso weniger sind Rillen zwischen den Druckschichten sichtbar. Die Druckschichthöhe kann bei sehr hochwertigen 3D-Druckern nur 0,01 Millimeter betragen, aber bei niedrigpreisigen Modellen auch bei 0,2 Millimetern liegen.

Software

Ohne die Nutzung einer speziellen Software ist der 3D-Druck nicht möglich. Die Slicer- oder Slicing-Software erstellt das zu druckende Modell am Computer als Gittermodell und zerlegt dieses in einzelne Schichten. Danach berechnet es, wieviel Filament jeweils für jede Schicht beim Druck abgegeben werden muss, um das Objekt damit aufzubauen. In den meisten Fällen wirst du beim Kauf eines 3D-Druckers Software dazubekommen. Darüber hinaus gibt es quelloffene Slicer-Software, die du kostenlos nutzen kannst, wie zum Beispiel Ultimaker Cura, PrusaSlicer und Slic3r.

Gewicht und Größe

Das Gewicht und die Größe eines 3D-Druckers hängen in erster Linie von der Bauart ab. Kleinere Modelle sind nur circa 40 x 40 x 40 Zentimeter groß.

Ausstattung

Ein sehr nützliches Ausstattungsmerkmal ist ein beheizter Drucktisch, da dadurch Druckfehler wie zum Beispiel Warping besser vermieden werden können. Das Material des Druckbetts hat Einfluss auf die Haftung und die Temperaturverteilung beim 3D-Druck. Gute Eigenschaften weisen Druckplatten aus Aluminiumguss, Keramik oder Glas auf. Die Eigenschaften der Platte lassen sich durch die Verwendung eines Haftsprays oder einer Haftfolie verbessern.

Druckmaterial

Das Druckmaterial hängt unter anderem davon ab, welche Technologien der 3D-Drucker verwendet. Beim FFF- beziehungsweise FDM-Verfahren können zum Beispiel Formwachse, Kunststoffe und Metalle zum Einsatz kommen, die in Drahtform als Filament genutzt werden.
Einige Materialien werden inzwischen in verschiedenen Farben angeboten, andere nur in schwarz, grau oder weiß.

Für Spielzeuge eignen sich zum Beispiel die folgenden:

Spielzeug aus dem 3D-Drucker

  • ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol) ist ein sehr hitzebeständiges Thermoplast, das sich durch eine harte und kratzfeste Oberfläche auszeichnet. ABS ist günstig in der Anschaffung.
  • TPU / TPE (Thermoplastisches Polyurethan / Thermoplastisches Elastomer) ist flexibel, biegsam, elastisch und dadurch sehr universell einsetzbar.
  • PMMA (Polymethylmethacrylat): ein thermoplastischer Kunststoff, der auch unter den Namen Acrylglas und Plexiglas bekannt ist. Das Material zeichnet sich durch hohe Steifigkeit und Witterungsbeständigkeit aus.

Sollen Bauteile für den Außenbereich oder mechanische Bauteile gedruckt werden, sind diese geeignet:

  • ASA (Acrylester-Styrol-Acrylnitril) ist beständig gegen Witterungseinflüsse, Chemikalien und UV-Licht. Außerdem bildet es eine kratzfeste Oberfläche und ist sehr formstabil.
  • HIPS (High Impact Polystyrene) hat zwar ähnliche Eigenschaften wie ABS, kann aber durch Limonenextrakt aufgelöst werden. Deshalb wird es häufig als Stützmaterial, also als Support Filament, eingesetzt und nach Fertigstellung entfernt.
  • Nylon ist ein synthetisches Material, das sich durch eine hohe Festigkeit, Haltbarkeit. Resistenz gegen Chemikalien und Belastbarkeit auszeichnet. Allerdings besteht bei der Nutzung von Nylon die Gefahr des Warpings, sodass das Material weniger für Anfänger als für Fortgeschrittene zu empfehlen ist.
  • PC (Policarbonat) ist ein sehr steifes und widerstandsfähiges Material, das beim 3D-Druck sehr hohe Temperaturen von 250 bis 280 Grad braucht. Der Umgang mit PC erfordert etwas Erfahrung. Daher ist es für Anfänger nicht gut geeignet. Bei der Lagerung muss zudem darauf geachtet werden, dass es schnell Feuchtigkeit aufnimmt und daher möglichst luftdicht verpackt werden muss.
  • PETG (Polyethylenterephthalat) ist ein widerstandsfähiges sowie gegen viele Chemikalien resistentes Material, das beim 3D-Druck unkompliziert zu handhaben ist. Es ist schwer entflammbar und wird in vielen Farben angeboten.

Prototypen und Modelle werden bevorzugt aus diesen Materialien gedruckt:

  • Green-TEC ist ein zu 100 Prozent ökologisches Material der Firma Extruder aus Österreich. Es kann leicht verarbeitet werden und braucht keine extrem hohen Temperaturen.
  • PLA (Polyactide) gehört zu den Polyestern und gilt als biokompatibler Kunststoff, da er aus nachwachsenden Rohstoffen wie beispielsweise Stärke aus Mais hergestellt wird. PLA wird häufig als Filament für 3D-Druck-Neulinge empfohlen, da es von vielen gängigen 3D-Druckern verarbeitet werden kann und es wenig Probleme mit dem Warping gibt.

Wenn du häufig Objekte mit deinem 3D-Drucker herstellst, spielen sicher die Folgekosten eine Rolle. Günstige Grundmaterialien sind ABS, ASA, PETG und PLA. Zu den höherpreisigen Materialien gehören Nylon, PC und PVA. Beim Kauf musst du darauf achten, dass du Filament mit dem richtigen Durchmesser kaufst. Übliche Durchmesser sind 1,75 Millimeter und 2,85 Millimeter. Bis vor einigen Jahren wurden auch Filamente mit 3,00 Millimeter Durchmesser produziert, die durch die 2,85 Millimeter abgelöst wurden. Du kannst 2,85-mm-Filamente problemlos mit Druckern verwenden, die eigentlich Filamente mit 3,00 Millimetern benötigen. Einige 3D-Drucker verarbeiten auch mehrere Materialstärken.
Nicht alle Materialien sind für alle Temperaturbereiche geeignet. Während zum Beispiel Green-Tec, PVA und TPU / TPE bereits mit Temperaturen um 190 Grad klarkommen, beginnt der Schmelzpunkt bei ASA, Nylon und PMMA bei 230 Grad und bei PC sogar bei 250 Grad. Darüber hinaus unterscheiden sich die verschiedenen Druckmaterialien hinsichtlich der Flexibilität, der Temperaturfestigkeit und des Härtegrades.

3D-Drucker, die mit dem Stereolithographie-Verfahren arbeiten, nutzen Flüssigharze, auch Resine genannt, die bei UV-Licht aushärten. Im Handel sind Resine mit unterschiedlichen Eigenschaften und in vielen Farben erhältlich.

Begriffe beim 3D-Druck

3D Drucker Vergleich

Andere Begriffe, die im Zusammenhang mit 3D-Druckern immer wieder erwähnt werden, sind diese:

  • Der Extruder ist ein wichtiger Teil des 3-Druckers, denn er presst das geschmolzene Filament gleichmäßig durch eine Düse aus dem Gerät.
  • Ein Dual Extruder enthält zwei Düsen, sodass im Unterschied zum einfachen Extruder zwei Filamente gleichzeitig verarbeitet werden können, beispielsweise um zwei unterschiedliche Farben oder ein Filament als Stützmaterial zu verwenden.
  • Filamente sind meistens thermoplastische Kunststoffe für den 3D-Druck, die drahtförmig auf Rollen verkauft werden.
  • Grünling oder Grünkörper ist ein Rohling, der noch bearbeitet werden muss.
  • Hotends gehören zu den wichtigsten Bauteilen von 3D-Druckern. Sie bestehen aus mehreren Elementen und dienen dazu, das Filament durchzuleiten, zu erhitzen und auf die Druckplattform aufzubringen.
  • Oozing ist ein Druckfehler, der überschüssiges Filament auf dem Druckmodell hinterlässt.
  • RepRap-Drucker (Replicating Rapid-prototyper) sind 3D-Drucker, die ihre Kunststoffbauteile selbst herstellen können und dadurch beliebig replizierbar sind. Du kannst also mithilfe so eines Druckers im Prinzip einen weiteren oder Erweiterungs- und Ersatzteile herstellen und den Drucker sogar weiterentwickeln. Die Idee dazu hatte der britische Ingenieur Adrian Bowyer analog zur biologischen Evolution.
  • Stringing ist wie Oozing ein Druckfehler, bei dem dünne Fäden auf dem Druckmodell hängenbleiben.
  • Support Filament ist ein Stützmaterial, das beim Drucken von komplizierten Konstruktionen benötigt, aber zum Schluss entfernt wird. Der 3D-Drucker muss für den korrekten Einsatz von Support Filament in der Regel mit einem Dual Extruder ausgestattet sein. Als Support Filament kommen zum Beispiel das wasserlösliche PVA, das in Limonenextrakt lösliche HIPS oder das Polysupport Filament von Polymaker in Frage, das sich nach dem Druck ohne Flüssigkeit wieder ablösen lässt.
  • Beim Warping verzieht sich das Druckmodell oft an den Rändern aufgrund von Temperaturunterschieden, beispielsweise weil das Druckbett nicht gleichmäßig beheizt ist.

Bekannte Hersteller von 3D-Druckern

  • Anycubic ist ein Unternehmen aus Shenzhen in China, das 2015 gegründet wurde und seitdem 3D-Drucker entwickelt und produziert. Das Unternehmen hat Außenstellen in den USA, in Hongkong und in Deutschland.
  • Dremel Europe ist ein Tochterunternehmen der Bosch Power Tools B.V. mit Sitz im niederländischen Breda. Das Unternehmen stellt nicht nur 3D-Drucker und Filamente her, sondern auch unterschiedliche Werkzeuge.
  • Ultimaker ist ein Hersteller von 3D-Druckern mit Sitz in den Niederlanden und Niederlassungen in den USA.
  • Die Monoprice GmbH ist ein Unternehmen aus Berlin, das unter anderem 3D-Drucker, Filamente und Ersatzteile, aber auch andere Computerprodukte anbietet.
  • Die Prusa Research ist eine der bekanntesten Herstellerfirmen von 3D-Druckern. Sie wurde im Jahr 2012 durch den tschechischen Erfinder Josef Průša gegründet.
  • Die Creality 3D Technology Co., Ltd. wurde 2014 im chinesischen Shenzhen gegründet und richtet ihren Fokus seitdem auf die Entwicklung und Herstellung von 3D-Druckern sowie 3D-Produkten, die weltweit in mehr als 100 Länder exportiert werden.

Alternativen zum 3D-Drucker

Da 3D-Drucker relativ lange brauchen, bis ein Werkstück gedruckt ist und sie zudem recht unhandlich und schwer sind, kamen die Entwickler der Firma WobbleWorks, Inc. vor einigen Jahren auf die Idee, eine Art 3D-Drucker in Stiftform zu entwickeln. Der erste 3D-Stift mit Namen 3Doodler wurde 2012 entwickelt. Inzwischen gibt es weitere Modelle für Erwachsene und auch für Kinder, zum Beispiel:

3D-Stifte arbeiten so ähnlich wie eine Heißklebepistole. Sie werden mit Kunststofffilamenten gefüllt, die im Inneren des Stiftes erhitzt werden und schmelzen. Das Druckmaterial kommt dann flüssig aus der Spitze und erlaubt es, dreidimensionale Zeichnungen oder Vorlagen zu erstellen. Das Zeichnen ist frei Hand oder mithilfe mitgelieferter Vorlagen oder Schablonen möglich.

Fazit 3D Drucker Test und Vergleich: Für Neueinsteiger in den 3D-Druck eignen sich Bausätze gut

Da die Nutzung eines 3D-Druckers etwas komplizierter ist, als bei einem herkömmlichen Drucker, eignet sich nicht jedes Modell für Neueinsteiger. Mein 3D-Drucker Vergleich & Test zeigt, wenn du zum ersten Mal einen 3D-Drucker kaufst, solltest du daher gezielt nach Einsteigermodellen Ausschau halten. Erfahrene Nutzer empfehlen übrigens speziell für den Anfang den Kauf eines Bausatzes. Durch das selbständige Zusammenbauen lernst du die Teile und die Funktionsweise des Gerätes besser kennen. Bereits fertige 3D-Drucker können oft viel, kosten aber auch mehr.

Meine Empfehlung: Anycubic Mega-S
1.519 Bewertungen
Meine Empfehlung: Anycubic Mega-S

Details

  • Hersteller: Anycubic
  • Bauart: Bausatz
  • Drucktechnik: FDM
  • Druckvolumen: 9040 cm²
  • Geschwindigkeit: 100 mm/s
  • Software: Cura
  • sehr große Community

Preistipp: Creality Ender 3
397 Bewertungen
Preistipp: Creality Ender 3

Details

  • Hersteller: Creality
  • Bauart: Bausatz
  • Drucktechnik: FDM
  • Druckvolumen: 12.100 cm²
  • Geschwindigkeit: 180 mm/s

Letzte Aktualisierung am 21.01.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API